Die Region Krasnojarsk unterzeichnet ein Abkommen zum Bau des Weiterverarbeitungsbetriebes der Getreide im Bezirk Scharipowskij

Die Region Krasnojarsk hat ein Abkommen zur Durchführung eines Projekts zum Bau des Weiterverarbeitungsbetriebes von Getreide im Bezirk Scharipowskij unterzeichnet. Zwischen der Regierung der Region und „Sibagro BIOTECH“ (Tochterbetrieb der Agro-Industrial Holding „SIBAGRO“) wurde eine Vereinbarung über die Zusammenarbeit geschlossen.

Vor der Unterzeichnung hat der Gouverneur der Region, Alexander Uss, mit dem Vorstandsvorsitzenden von „SIBAGRO“ Andrej Tjutjuschew die Fragen im Zusammenhang mit der Umsetzung dieses Investitionsprojekts erörtert.

Der Bau des Weiterverarbeitungsbetriebes von Getreide ist Teil des integrativen Investitionsprojekts „Jenisseisches Sibirien“.  Derzeit wurden die Vorentwurfsarbeiten abgeschlossen und gemeinsam mit der Sibirischen Föderalen Universität eine Bewertung der sozialwirtschaftlichen Auswirkungen durchgeführt.

„Die Unterzeichnung des Abkommens ist ein historischer Moment. Wir haben uns dem Start eines sehr großen Projekts in der modernen Geschichte des Agrarsektors der Region genähert. Die Region Krasnojarsk war immer mit einer anderen Industrie verbunden – es ist das Land der Metallurgen, Ölarbeiter und Verteidigungsunternehmen. Gleichzeitig hat unsere Region herausragende Erfolge in Bezug auf die Kultur und den Ertrag hoher Getreideproduktion erzielt, die im vergangenen Jahr vom Ural bis nach Fernost am höchsten waren. Wir hatten jedoch keine Unternehmen, die Getreide verarbeiten, insbesondere auf dieser Ebene. Dieses Projekt ist nicht nur für die Region sehr bedeutend, sondern auch für Russland insgesamt. Daher werden wir auf föderale Ebene auf organisatorische und finanzielle Unterstützung angewiesen sein“ so Alexander Uss.

Im Gegenzug erklärt Andrej Tjutjuschew die Gründe für die Wahl des Bezirks Scharipowskij, um dort den zukünftigen Betrieb zu lokalisieren. „Hier hat sich ein Komplex objektiver Bedingungen entwickelt, die diesen Standort ideal für diese Produktion machen. Im Bezirk Scharipowskij gibt es einen Getreideüberschuss, der gleich da verarbeitet werden muss. Hier gibt es auch große Stromversorgungskapazitäten, es gibt geeignetes Personal“, betont der Vorstandsvorsitzende von „SIBAGRO“.

Die Produktion wird voraussichtlich in 2023 beginnen. Nachdem der Betrieb die volle Kapazität erreicht, kann man etwa 17% des in der Region produzierten Weizens verarbeiten. Im Betrieb wird Getreide zu Gluten, Lysinchlorid und Futterhefe sowie zu biologisch abbaubarem Kunststoff verarbeitet. Dies ist eine sehr vielversprechende Richtung angesichts der sich abzeichnenden Beschränkungen für den Verbrauch von herkömmlichem Kunststoff in der Welt. Insbesondere beabsichtigen die europäischen Länder, sich ab diesem Jahr auf die Verwendung biologisch abbaubarer Polymere umzustellen. Jetzt ist dieser Markt nur noch von wenigen Unternehmen in den USA, Europa und China vertreten. 

Im Zusammenhang mit der Umsetzung des Projekts hat die Region Krasnojarsk die Möglichkeit, schnell eine Nische zu besetzen und einheimischen und ausländischen Verbrauchern umweltfreundliche Produkte anzubieten. Außerdem verlagert sich die Region vom Verkauf von Rohstoffen zur Tiefverarbeitung und zur Produktion von margenstarken Produkten, die auf dem In- und Auslandsmarkt gefragt sind.

Durch die Umsetzung des Projekts wird auch ein Binnenmarkt für Getreide geschaffen, dessen Ertrag in den letzten Jahren einen Rekord erreicht hat.  

Es ist zu betonen, dass der Weiterverarbeitungsbetrieb von Getreide nicht das erste Investitionsprojekt von „SIBAGRO“ in der Region ist. Im Jahr 2016 hat der „“Krasnojarsker“ Schweinekomplex“ in Bolschaja Murta (eine Stadt der Region Krasnojarsk) die volle Kapazität erreicht.