Krasnojarsker Forscher entwickeln Lösungen, um die Effizienz der Diesel-Stromerzeugungsanlagen zu steigern

Heute führen verschiedene Forschungsgruppen im Rahmen eines interdisziplinären Forschungswettbewerbs, die durch die Russische Stiftung der grundlegenden Forschungen zusammen mit der Regierung der Region Krasnojarsk, dem Verein für die Entwicklung des Jenissei-Sibiriens und den Industrieunternehmen durchgeführt wird,  mehrere Studien, welche Effizienz der existierenden industriellen Prozesse steigern sollen.   

Eine dieser Forschungen ist den theoretischen Grundlagen der Effizienzverbesserung der Diesel-Stromerzeugungsanlagen gewidmet. Die Forschungen werden von einer Wissenschaftlergruppe unter der Leitung vom Professor Wassilij I.Pantelejew, Dr.-Ing., Leiter des Lehrstuhls für elektrotechnische Anlagen und Systeme an der Sibirischen Föderalen Universität durchgeführt. Das Industrieunternehmen OOO “Nizhnebogutschanskaja Wasserkraftwerk” tritt als Forschungspartner auf. Diesel-Stromerzeugungsanlagen werden traditionell als lokale Stromversorgungsquellen gebraucht, auch um die Reservespeisung und die ununterbrochene Stromversorgung der grossen  Stromabnehmer zu gewährleisten. Dabei ist einer der Hauptansprüche die Möglichkeit, stabile Umlaufrequenz im Falle der Belastungsänderung zu erhalten. Meistens funktionieren solche Stromversorgungsquellen bei der Belastung niedriger als Nennbelastung, was zum Überverbrauch des Brennstoffes und Reduzierung der Motorbetriebsstunden führt.

Ein erheblicherTeil der Region Krasnojarsk und der Republik Tuwa sind die weit entfernten und energetisch isolierten Gebiete, wo die Stromversorgung anhand von Diesel-Generatoren erfolgt. Hohe Subventionen werden jährlich aus den regionalen Haushalten bereitgestellt, um den Dieseltreibstoff in diese Gebiete zu liefern und die Stromtarife für die Bevölkerung auszugleichen. Die Anlagen sollen sehr zuverlässig, reparierbar und rentabel sein. Frequenzveränderliche Diesel-Stromerzeugungsanlagen entsprechen bestens diesen Anforderungen. Sie besitzen eine Reihe der Vorteile im Vergleich mit den heute angewandten Anlagen: um 15 ÷ 30 % reduzierter Kraftstoffverbrauch, effizienterer Betriebsleistungsbereich mit dem verbesserten Antrieb, erhöhte Lebensdauer der Anlage, die Möglichkeit, mit Dieseltreibstoff, sowie mit dem Flüssigerdgas zu betreiben, und höchst zuverlässige Stromversorgung.

Aufgrund der Forschungsergebnisse wird eine Theorie entwickelt, die den Aufbau der Stromversorgungssysteme mit dem Einsatz von frequenzveränderlichen Diesel-Stromerzeugungsanlagen und Ventil-Mittelfrequenzgeneratoren ermöglicht, und es werden auch die Stromversorgungsprinzipien für den Belastungsänderungsfall erarbeitet. Durch die Projektabwicklung können die heute betriebenen Diesel-Stromversorgungsanlagen effektiv modernisiert werden, was auch die Haushaltsmittel ersparen lässt, zuverlässige Stromversorgung in den weitliegenden Gebieten und die Erhöhung der Lebensqualität der Bevölkerung sicherstellen kann.

‘Das ist ein ziemlich einzigartiger Wettbewerb.  Obwohl er durch die Stiftung organisiert wird, die sich traditionell auf die Unterstützung von Grundlagenforschungen fokussiert, vermittelt die Partnerschaft mit der Regierung der Region Krasnojarsk und dem Verein für die Entwicklung des Jenissei-Sibiriens auch praxisorientierte Entwicklungen’, sagt Maxim Rumjantsew, Rektor der Sibirischen Föderalen Universität. ‘Ich glaube, dass die Erfahrungen der Wissenschaftler, die sich mit den grundlegenden Forschungen beschäftigen, und die Möglichkeiten der beteiligten Industrieunternehmen für die Lösung von ganz konkreten industriellen Problemen eingesetzt werden können. Dies wird nur positive Auswirkungen auf das Leben der Bevölkerung haben’.