Die Experten besprachen die Anwendbarkeit der weltweit gesammelten wirtschaftlichen Erfahrungen in der Makroregion Angara-Jenissei

Heute fand auf Veranlassung des Vereins für die Entwicklung des Jenissei-Sibiriens eine strategische Videokonferenz statt, die den ergebnisvollen, die Entwicklung der Makroregionen fördernden Initiativen gewidmet wurde. Die Teilnehmer der Videokonferenz erörterten weltweite Praxis und die erfolgreichsten makroregionalen Entwicklungsprojekte, die durch die Leontiev Center Consortium – AV Group vorgestellt wurden. Die Experten präsentierten ihre Auswertung der bestehenden Erfahrungen und Techniken zur Entwicklung der interregionalen wirtschaftlichen und infrastrukturellen Zusammenarbeit und Empfehlungen zur Umsetzung dieser Erfahrungen in der Praxis, die   bei der Erarbeitung einer Entwicklungsstrategie für die Makroregion Angara-Jenissei zu berücksichtigen sind.

Es wurden die Ziele der regionalen Entwicklung bestimmt, deren Umsetzung den relevanten Fortschritt machen lässt und das Wachstumstempo der Schlüsselkennziffer wie BRP, Wertschöpfung in der Industrie, Anteil am BIP des Landes, Bevölkerungszahl und jahresdurchschnittliche Bevölkerungszunahme beschleunigt. Zum Vergleich wurden die Projekte von Western Economic Diversification Canada sowie Revitalization of Ohio’s Economy, Projekt zur komplexen Entwicklung der Donau-Makroregion, East Coast Economic Corridor Malaysia, Delhi-Mumbai Industrial Corridor Project, Development of the Greater Mekong Subregion Project herangezogen. 

Die Experten lieferten eine umfassende Analyse von Kennzahlen und Schwerpunkten, die der erfolgreichen Umsetzung der interregionalen Projekte zugrunde liegen, und machten Vorschläge zur Anwendung dieser Modelle in der Angara-Jenissei-Makroregion. Zu grundlegenden Voraussetzungen zählen nämlich das Vorhandensein der fachorientierten Institutionen bzw. Agenturen für Entwicklung, Orientierung auf die Einrichtung von Industrieclustern bzw. Industrieparken, fortgeschrittener Stand der Wissenschaft und ein ausgebautes Netzwerk der Hochschulen, Vorliegen einer ausgebauten Verkehrsinfrastruktur.

Die Forscher wiesen darauf hin, dass die Angara-Jenissei-Makroregion eine Reihe der besonderen Möglichkeiten besitzt, die eine gute Basis für interregionales Wachstum darstellen. Vor allem ist es solch wichtiger institutioneller Mechanismus wie der Verein für die Entwicklung des Jenissei-Sibiriens, der die Vermittlung zwischen den Unternehmen, lokalen und regionalen Behörden und der Gesellschaft übernimmt. Des Weiteren ist es das mächtige Wissenschaftspotential, welches vorhandene Hochschulen und Universitäten zur Stimulierung der innovativen und industriellen Entwicklung heranziehen lässt. Es gibt gute Aussichten zur regionalen Integration durch die Umsetzung der interregionalen Infrastrukturprojekte, einschließlich der Projekte zur Entwicklung des inländischen Wasserverkehrssystems.

Sergei Ladyschenko, Generaldirektor des Vereins für die Entwicklung des Jenissei-Sibiriens, betonte, dass die Erarbeitung einer Entwicklungsstrategie für diese Makroregion ein wichtiger Schritt zur Umsetzung der Raumentwicklungsstrategie Russlands ist. “Die Untersuchung von besten Techniken ist ein konventionelles Verfahren, welches derzeit sowohl auf der föderalen, als auch auf der Weltebene verwendet wird. Die erlernten Erfahrungen zeigen, dass interregionale Herangehensweise gute Ergebnisse bringen kann. Es ist uns bewusst, dass die erlernten Techniken nicht kopiert werden können, aber ihre Schlüsselideen können als Basis für unsere strategischen Unterlagen verwendet werden.

 

Foto: Sergei Filinin