Was Experten von der Investitionsstrategie für die Regionen des Jenissei-Sibiriens halten

In Krasnojarsk besprachen die Experten den Entwurf der Investitionsstrategie für die Regionen des Jenisseischen Sibiriens, die auf dem bevorstehenden 17. Wirtschaftsforum Krasnojarsk präsentiert wird.

Die Sachverständigen aus der wissenschaftlichen Gemeinschaft, Geschäftskreisen und zuständigen Behörden der Region Krasnojarsk, der Republik Tywa und der Republik Chakassien nahmen an der Besprechung teil. Der Strategieentwurf wurde den Experten durch die Entwicklerin – die Beratungsgesellschaft Strategy Partners – vorgestellt. Die Strategy Partners zählt zu den 3 Spitzenstrategieberatern auf dem russischen Markt und ist in die Unternehmensgruppe PAO Sberbank eingegliedert.

In der Strategie ist auch die Bewertung der aktuellen Investitionstätigkeiten in den drei Regionen, die sich am Integrativen Investitionsprojekt “Jenissei-Sibirien” beteiligen, gegeben. Durch diese umfassende Auswertung konnten vorrangige Richtungen der weiteren regionalen Investitionsentwicklung und Ziele für neue aussichtsreiche Projekte bestimmt werden, die nicht nur wirtschaftliche Vorteile bieten, sondern auch die allgemeine Lebensqualität positiv beeinflussen.

Die Jenissei-Sibirische Regionen verfügen über eine Reihe von günstigen Bedingungen und Möglichkeiten für effiziente Investitionsentwicklung. Vor allem handelt es sich um eminente Vorräte an Bodenschätzen, großen Investitionsumfang in den starken Branchen, Forschungs- und Innovationspotential und riesigen Innenmarkt.  Das gesamte Bruttoregionalprodukt der Region Krasnojarsk, der Republik Chakassien und der Republik Tywa beträgt 2,5% des Bruttoinlandsprodukts der Russischen Föderation; dabei haben Prozessindustrien und Gewinnung von Bodenschätzen einen Anteil von 35% am gesamten Bruttoregionalprodukt der drei Regionen.

Die Strategieentwicklerin empfiehlt, Kompetenzen nicht nur im Bereich der Gewinnung von Bodenschätzen und der Energiewirtschaft, sondern auch in anderen Branchen zu steigern und anschließend den stufenartigen Übergang zur diversifizierten Wirtschaft vorzunehmen. Zu den wichtigsten Entwicklungsrichtungen zählen: Ausbau der Weiterverarbeitung, Entwicklung von Verkehrsnetzen und logistischen Netzwerken, Chemieindustrie, Maschinenbau, Agrarindustrie, innovativen Branchen und Probeproduktionen. Die Teilnehmer konnten sich mit dem vorläufigen Investitionsportefeuille des Jenissei-Sibiriens und den Arbeitsablaufkarten für jeweilige Entwicklungsrichtungen bekannt machen.

Bei der Besprechung wiesen die Experten darauf hin, dass es notwendig ist, nicht nur wirtschaftliche, sondern eventuelle soziale Auswirkungen von großen Investitionsprojekten auf die Regionen vorauszuberechnen, und empfohlen den Entwicklern, bei der weiteren Projektarbeit darauf zu achten.

“Es ist wichtig, in der Strategie die Priorität der regionalen Interessen zu zeigen. Die Erschließung von Boden- und Naturschätzen stellt ein grundlegender Diskurs dar, der heute in den großen Investitionsprojekten, die von unseren führenden Unternehmen im Rahmen des Integrativen Investitionsprojektes realisiert werden, Ausdruck findet. Bei der Erarbeitung der regionalen Entwicklungsstrategie sollen nicht nur wirtschaftliches Potential der großen Projekte, sondern auch konkrete Kennzahlen der sozialen Entwicklung berücksichtigt werden”, sagte Michail Wassiljew, Leiter der Abteilung für Koordination der Entwicklungsprogramme an der Sibirischen Föderalen Universität.  

“Im Bereich der Bildung und Gesundheit kann man kaum mit hoher Einträglichkeit der Projekte rechnen, aber die Investitionen in diesen Branchen können die Regionen attraktiv zum Leben machen und dadurch einen viel größeren Effekt erreichen”, sagte Ewgenija Bucharowa, Leiterin des Institutes für Wirtschaft, Management und Naturnutzung.

Sergei Ladyschenko, Generaldirektor des Vereins für die Entwicklung des Jenissei-Sibiriens, sagte, dass die Entwicklung der Strategie fortgesetzt werden wird. “Diese umfassende Auswertung ermöglicht die Entwicklung von genauen Investitionsanträgen in den Branchen und Bereichen, die in wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht den effizientesten Rückfluss der investierten Mittel gewährleisten können. Fertiggestellte Investitionsanträge erlauben uns, interessierte Unternehmen und Entwicklungsinstitutionen aus Russland und dem Ausland heranzuziehen”, sagte Sergei Ladyschenko.

Wie gesagt findet das 17. Wirtschaftsforum “Entwicklungsprojekte als Wachstumsenergie” am 19. – 21. März in Krasnojarsk statt.

Weitere Informationen über das Programm des Wirtschaftsforums Krasnojarsk finden Sie auf der Webseite https://krasnoforum.ru/.