Der Bau der neuen Autobrücke über den Fluss Jenissei beginnt im 2020

Mit dem Bau der nördlichsten Brücke über den Fluss Jenissei wird in der Region Krasnojarsk früher als geplant – nicht im 2021, sondern im 2020 begonnen. Laut Konstantin Dmitrow, Transportminister der Region Krasnojarsk, wird die Regierung der Region dafür noch 100 Millionen Rubel extra bereitstellen.  Der gesamte Investitionsumfang für den Bau der Brücke und deren Zufahrten wird sich auf 8,3 Milliarden Rubel belaufen (davon 50% werden von der Region Krasnojarsk und 50% aus dem föderalen Staatsbudget investiert werden).

Die neue Brücke über Jenissei ist für die Umsetzung einer Reihe der Investitionsprojekte “Entwicklung des Wirtschaftsgebietes Angara-Jenissei” notwendig, die ein wichtiger Bestandteil des Integrativen Investitionsprojekts “Jenissei-Sibirien” sind. Mit dieser Infrastruktur können neue Goldvorkommen erschlossen und bewirtschaftet sowie Holzverarbeitung und Abbau von vielen anderen Rohstoffen wie Zink, Antimon, Blei, Magnesit, Talk, Bauxite entwickelt werden. 

Das Bauprojekt wurde am Anfang 2010 im Rahmen des Föderalen Programmes für die Entwicklung des Wirtschaftsgebietes “Nischneje Priangarje” entwickelt und im 2018 in den Komplexen Plan zur Modernisierung und Ausbau von Fernverkehrsstraßen für den Zeitraum bis 2024 eingeschlossen. Der Bau einer zweispurigen Autobrücke soll die ganzjährige Erreichbarkeit von Ortschaften und Betrieben im Gebiet der fortgeschrittenen Entwicklung Nischneje Priangarje sicherstellen, Transportkosten reduzieren und die Sicherheit erhöhen. Im Rahmen des Projektes wird eine Überbrückung mir gesamter Länge von 2.028,5 m errichtet, davon wird die Länge der Autobrücke alleine 1.196,1 m betragen. Außerdem umfasst das Projekt auch den Bau eines Kreisverkehrs und einer Verbindung mit dem allgemeinen Autobahnnetz, nähmlich mit der Autobahn Krasnojarsk – Jenisseisk.

2020 werden hauptsächlich Vorbauarbeiten durchgeführt: Vorbereitung der Baustellen, Lieferung von Ausrüstung, Errichtung von Siedlungen für Schichtbauarbeiter. Der Bau der Brücke soll 2023 beendet werden.

Am 28. Februar fand in Krasnojarsk ein offenes Workshop für regionale Produzenten und Leistungserbringer statt, der sich an Ausschreibungen der in der Region tätigen Tochtergesellschaften der Mineralölgesellschaft Rosneft richtete. Am Workshop für die größten Auftraggeber und Industrieunternehmen nahm auch das Ministerium für Industrie, Energetik und Wohnungs- und Kommunalwirtschaft der Region Krasnojarsk teil, das seit 2015 das Projekt zur Entwicklung der innerregionalen Kooperationen “Tage der Großunternehmen” umsetzt.

Vertreter von ca. 111 Unternehmen und Betrieben der Region Krasnojarsk beteiligten sich am Workshop, darunter Maschinen- und Elektrogerätebaubetriebe, Speditionen und Transportunternehmen, Bau- und Reparaturunternehmen. Am Workshop nahmen auch Unternehmen und Betriebe teil, die im Verzeichnis der zuverlässigen Lieferanten im Rahmen des Integrativen Investitionsprojektes “Jenissei-Sibirien” eingetragen sind.

Die Durchführung der gemeinsamen Workshops für Auftraggeber und regionale Unternehmen hat Erfolg – dadurch machen sich potentielle Auftragnehmer mit den Ausschreibungsverfahren vertraut und zeigen erhöhtes Engagement für Teilnahme an Ausschreibungen. Dies lässt eine größere Anzahl von regionalen Produzenten und Leistungserbringern zur Beteiligung an großen aussichtsreichen Projekten heranziehen, die von der Rosneft in der Region Krasnojarsk realisiert werden.

Im Workshop berichteten die Vertreter der Rosneft darüber, welche Voraussetzungen und Bedingungen Unternehmen erfüllen müssen, um an der Vergabe von materiell-technischen Einkaufsaufträgen, Bau-, Arbeits- und Leistungsaufträgen teilzunehmen. Die Teilnehmer des Workshops erfuhren auch von Verfahren und Mechanismen der Auftragsvergabe und geltenden gesetzlichen Bestimmungen der Russischen Föderation in Bezug auf (öffentliche) Ausschreibungen. Die Rosneft machte im Workshop auch ihre Ausschreibungsprioritäten bekannt. Die Kooperation mit Mittel- und Kleinunternehmen wurde im einzelnen Abschnitt des Workshops verhandelt.

Die Rosneft ist bestrebt, Kooperationen mit regionalen Unternehmen weiter auszubauen. Innerhalb der letzten fünf Jahre wurden zwischen den Tochtergesellschaften der Rosneft und Unternehmen der Region Krasnojarsk mehrere Verträge abgeschlossen, deren Gesamtwert sich auf 154,3 Milliarden Rubel beläuft. Das ist ein wesentlicher Beitrag zur Entwicklung der regionalen Wirtschaft. Im Besonderen handelt es sich um Aufträge der Rosneft-Erdölförderbetriebe, die im Rahmen der Erschließung des Erdölfelds Wankor (inkl. der Wankorskoje-, Tagulskoje- und Lodotschnoje-Erdölfelder), der Jurubtscheno-Tochomskoje- und Kujumbinskoje-Erdöllagerstätten erteilt werden. Mit diesen Aufträgen erhalten regionale Ausrüstungslieferanten, Bau-, Schifffahrt- und Transportunternehmen nicht nur relevante Unterstützung, sondern gute Basis für weitere Entwicklung.

Ewgeni Afanasjew, Minister für Industrie, Energetik und Wohnungs- und Kommunalwirtschaft der Region Krasnojarsk, sagte: “Das Projekt “Tage der Großunternehmen” soll fortgesetzt werden, da es die Entwicklung von innerregionalen Kooperationen fördert und Vergabe von Einkaufsaufträgen an regionale Unternehmen stimuliert.  Neben den Workshops, die traditionell mit den wichtigsten Industrieakteuren in der Region durchgeführt werden, haben wir auch auswärtige Geschäftsmissionen in anderen Regionen der Russischen Föderation geplant.

Sergei Ladyschenko, Generaldirektor des Vereins für die Entwicklung des Jenissei-Sibiriens, betonte auch: “Wir bedanken uns bei der Rosneft dafür, dass sie gegenüber der Teilnahme von Mittel- und Kleinunternehmen an großen Erdöl- und Erdgasprojekten so aufgeschlossen ist. Der Verein für die Entwicklung des Jenissei-Sibiriens bietet seinerseits weitgehende Unterstützung bei Herstellung von langfristigen und gegenseitig vorteilhaften Kooperationen zwischen der Rosneft und großen Investoren”.

 

AUSKUNFT

Folgende Rosneft-Tochtergesellschaften agieren derzeit in der Region Krasnojarsk: RN-Wankor, Ostsibirische Erdöl- und Erdgasfördergesellschaft (Russisch: Wostotschno-Sibirskaja Neftegasowaja Kompanija), Raffinerie Atschinsk (Russisch: Atschinski NPS), Slawneft-Krasnojarskneftegas (eingegliedert ins gemeinsame Unternehmen der Rosneft und der Gasprom Neft) u.a.