In der Regierung der Republik Chakassien wurden die Infrastrukturprojekte des IIP «Jenisseisches Sibirien» besprochen

Bei der Regierung der Republik Chakassien fand eine Sitzung der zwischenbehördlichen Arbeitsgruppe statt, in der einige Fragen zur Umsetzung des Integrativen Investitionsprojekts Jenisseisches Sibirien besprochen wurden. Die Teilnehmer der Arbeitsgruppe besprachen den Umsetzungsverlauf und aktuellen Projektstand in der Republik Chakassien und erörterten Projektergebnisse und Pläne mit Rücksicht auf die Stellungnahme der Arbeitsgruppe beim Finanzministerium Russlands, die sich mit der Förderung von neuen Investitionsprojekten befasst.

In seinem Bericht wies Sergei Ladyschenko darauf hin, dass die Projekte des IIP Jenisseisches Sibirien in der Republik Chakassien plan- und fristgemäß realisiert werden. „Wir sehen ganz besondere Aufmerksamkeit der republikanischen Regierung auf die Projekte des IIP und erwarten, dass sich unsere Kooperation zur Förderung unserer Initiativen auf dem Föderalen Niveau nur verstärken wird.   An vielen verschiedenen Projekten wird derzeit sehr intensiv gearbeitet, einschließlich der Projekte, die nicht zum IIP gehören, aber trotzdem für die Republik sehr bedeutend sind“, – berichtete Sergei Ladyschenko. 

Insbesondere genau wurden in der Sitzung die Projekte zur Entwicklung der Verkehrsinfrastruktur bei den Kohlelagerstätten betrachtet. Der Generaldirektor der OOO En + Logistik, Andrei Torbin, berichtete über die Umsetzung des Investitionsprojekts „Aufbau der erforderlichen Eisenbahn- und Autostraßeninfrastruktur für die Erschließung und Bewirtschaftung der Steinkohlelagerstätte Bejskoje“. In der Sitzung wurde ein Entwurf des Verkehrsmasterplans vorgestellt, der technisch-wirtschaftliche Baubegründungen für die Strecke, die die Lagerstätte mit der Infrastruktur der Russischen Eisenbahnen zu verbinden hat, und eine Eisenbahnbrücke über den Abakan-Fluss umfasst.    

Nach Vorräten von hochwertiger Brandkohle ist die Steinkohlelagerstätte Bejskoje eines der aussichtsreichsten Steinkohlevorkommen der Russischen Föderation Die Entwicklung dieser Rohstoffquelle ist integrierter Bestandteil des Entwicklungskonzeptes für die russische Kohleindustrie, die die Erschließung neuer Kohlevorkommen und Steigerung in Kohlenexport voraussetzt. Die Lagerstätte ist in den Kohlecluster Bejskij eingebunden, der Industrieanlagen und Infrastrukturen von mehreren Unternehmen umfasst. Die voraussichtliche Förderkapazität des Clusters wird zum Jahr 2030 ca. 65% der gesamten Förderkapazität der Republik erreichen.

Die Erschließung und Bewirtschaftung der Lagerstätte Bejskoje bedürfen einer entwickelten Eisenbahninfrastruktur, die reibungslosen Kohleabtransport gewährleisten kann. Dafür werden sowohl Eisenbahnstrecken auf dem Gelände der Lagerstätte gebaut, als auch Eisenbahnstrecken, die eine Verbindung zwischen der Lagerstätte und dem Eisenbahnnetz der Russischen Eisenbahnen bereitstellen. Der Masterplan enthält auch einige Bauvarianten der Eisenbahnbrücke über den Abakan Fluss, die die Lagerstätte mit den Bahnstationen Kamyschta, Kirba und Chonych verbinden sollen.

Bei der Besprechung des Masterplanentwurfs waren sich die Teilnehmer der Arbeitsgruppe einig, dass bei der Umsetzung von Industrie- und Infrastrukturprojekten ein ganz besonderer Wert auf die Umweltschutzaspekte gelegt werden muss. Des Weiteren sind bei der Projektumsetzung die Bedürfnisse von allen Unternehmen zu berücksichtigen, die sich an der Erschließung und Bewirtschaftung der Kohlelagerstätte Bejskoje beteiligen.