Der Verein für die Entwicklung des Jenisseischen Sibiriens präsentierte den Konzeptentwurf für die Entwicklung des Tals Minussinsk

In Minusinsk fand im Rahmen des III. Investitionsforums „Entwicklung der südlichen Gebiete der Region Krasnojarsk“ eine Podiumsdiskussion zum Thema „Tal Minussinsk – das Gebiet der beschleunigten agrarindustriellen Entwicklung“ statt. An der Diskussion nahmen Vertreter der Behörden der Region Krasnojarsk und der Republik Chakassien, Gemeindevorsteher, Vertreter des Vereins für die Entwicklung des Jenisseischen Sibiriens und der Unternehmen teil. Der Gegenstand der Diskussion waren die Perspektiven für die Entwicklung des Gebiets.

Der russische Präsident Wladimir Putin unterbreitete in einer Plenarsitzung des Internationalen Wirtschaftsforums St. Petersburg einen Vorschlag, einen Entwicklungsplan für das Tal Minussinsk zu erarbeiten. Der Präsident wies damals auf  südliche Gebiete der Region Krasnojarsk hin,  weil es dort günstige Bedingungen für kraftvolle Entwicklung der Landwirtschaft gibt. Er erklärte, dass die Gebiete im Mittel- und Ostsibirien keine Rohstoffbasis, sondern ein wissenschaftliches und industrielles Zentrum werden sollten. Somit wird die Region den europäischen Teil des Landes mit dem Fernen Osten bzw. die Märkte in China, asiatisch-pazifischem Raum mit Europa verbinden.

In der Podiumsdiskussion präsentierte Alexei Nikolaew, Entwicklungsdirektor des Vereins für die Entwicklung des Jenisseischen Sibiriens,  den Teilnehmern den Entwurf eines Entwicklungskonzepts für das Tal Minussinsk. Das Gebiet verfügt über ein einzigartiges agroklimatisches Potential und eine Reihe von Voraussetzungen für beschleunigte Entwicklung. In den nächsten Jahren können hier eine Reihe von Projekten in den Bereichen Tierhaltung, Anbau und Verarbeitung von Gemüse, Getreide, Sammeln und Verarbeiten von Wildpflanzen und Heilkräutern sowie Tourismus umgesetzt werden.

Die Hauptbedingungen für die Umsetzung dieser Projekte sind Ausbau der Logistikinfrastruktur, Heranziehung von Investoren mittels der Einrichtung  von Sonderwirtschaftsgebieten, Erhöhung des Ausbildungsniveaus und Fortsetzung der Verkehrsprojekte (Abakan-Bijsk-Eisenbahn, Kysyl-Kuragino-Eisenbahn). Heute bestehen die Voraussetzungen für die Erfüllung dieser Bedingungen und den Start der Investitionsprojekte im Tal Minussinsk. In naher Zukunft soll das Entwicklungskonzept fertiggestellt und den zuständigen Behörden zur Genehmigung  eingereicht werden.

Experten zufolge kann der gesamte Investitionsumfang ca. 400 Milliarden Rubel erreichen. Vorausgesetzt, dass alle geplanten Projekte bis 2025 angelaufen sind, wird eine 2,7-fache Vergrößerung des Agrarindustriekomplexes im Tal Minussinsk erwartet; Beiträge zum Haushalt aller Ebenen werden sich auf mehr als 86 Milliarden Rubel belaufen, mehr als 11.000 Arbeitsplätze werden geschaffen, der Lebensmittelmarkt der Russischen Föderation wird mit Qualitätsprodukten versorgt, die Einkommen werden steigen, und die Lebensqualität der Menschen wird sich verbessern.