In der Regierung Region Krasnojarsk fand eine Sitzung der zwischenbehördlichen Arbeitsgruppe zur Umsetzung des IIP «Jenisseisches Sibirien» statt

Die Regierung der Region Krasnojarsk hielt heute unter dem Vorsitz des stellvertretenden Ministerpräsidenten Sergei Wereschtschagin eine Sitzung der zwischenbehördlichen Arbeitsgruppe zur Umsetzung des Integrativen Investitionsprojekts „Jenisseisches Sibirien“ in der Region ab. An der Sitzung nahmen Vertreter der Regierung der Region, des Vereins für die Entwicklung des Jenisseischen Sibiriens und von Investorenunternehmen teil. Die Teilnehmer besprachen Personalbeschaffung des IIP, Durchführung von Projekten im Wirtschaftsgebiet Angara-Jenissei sowie vielversprechende Investitionsprojekte.

Der Generaldirektor des Vereins für die Entwicklung des Jenisseischen Sibiriens berichtete über den aktuellen Stand der Personalbeschaffung. „Heute wird aktiv daran gearbeitet: eine zuständige Behörden der Region Krasnojarsk, der Republik Chakassien und der Republik Tuwa unterzeichneten eine Vereinbarung über die Maßnahmen zur Personalbeschaffung der Projekte. Die Kaderreserve des IIP wird weiterhin gebildet: Im Juni endete die Ausschreibung „Spitzenreiter des Jenisseischen Sibiriens“, wir unterstützen Gewinner der Ausschreibung bei der Arbeitssuche und organisieren Bildungsveranstaltungen. In der nächsten Etappe der Kaderreservebildung soll eine Ausschreibung für Facharbeiter nach den WorldSkills-Standards durchgeführt werden. Die Ausschreibung ist für Dezember 2019 geplant “, sagte Sergei Ladyschenko.

Um zukunftsorientierte Berufe im Rahmen des Investitionsprojekts „Jenisseisches Sibirien“ zu identifizieren,  wird derzeit große Forschung durchgeführt, die einen „Atlas der neuen Berufe im IIP „Jenisseisches Sibirien“ erstellen lässt. Der Atlas wird sich als eine Liste der Berufe darstellen, die von Unternehmen in den nächsten 5 bis 7 Jahren für die Umsetzung ihrer Projekte nachgefragt werden. Die Studie wird von der Stiftung „Zentrum für strategische Forschung Nordwest“ unter Beteiligung von Wissenschafts- und Bildungseinrichtungen und des Bildungsministeriums der Region Krasnojarsk durchgeführt.

Um den aktuellen Personalbedarf der Unternehmen zu decken, wurde ein spezielles Projekt entwickelt, das die Teilnehmer russischer Studentenbaugruppen auf die Baustellen der beteiligten Unternehmen einbeziehen soll. Es ist geplant, mehr als 2.000 Teilnehmer der Studentenbaugruppen zu Arbeiten in den Bereichen Bau, Service, Medizin anzuziehen.

Es wurde ein Modell der Kooperation zwischen Bildungseinrichtungen und Unternehmen-Investoren des IIP „Jenisseisches Sibirien“  entwickelt. Die Suche und Gewinnung von Fachlehrern und Experten ist im Gange, wir unterstützen die Einführung spezialisierter Ausbildungsprogramme und organisieren Praktika in den Bildungseinrichtungen sowie Verhandlungen über die Eröffnung spezialisierter Abteilungen an den Hochschulen führen.

Um IT-Spezialisten für das Projekt „Digitales Tal Krasnojarsk“ und das Projekt „Digitale Wirtschaft“ auszubilden, wurde die Kooperation mit den regionalen Hochschulen  aufgebaut. Es ist geplant, auf der Basis der Hochschulen Labore einzurichten, in denen Studenten Lösungen im Bereich Arbeitssicherheit, Arbeits- und Umweltschutz sowie digitale Doppelanlagen entwickeln können. Für bestimmte Projekte soll auch ein Weiterbildungszentrum eingerichtet werden, in dem Studenten aus verschiedenen Bildungseinrichtungen jeweilige Studiengänge absolvieren können. Hier werden auch Versuchsstellen ausgestattet,  an denen Studenten betriebliche Situationen, Lösungen abarbeiten können sowie Eignungsprüfungen durchgeführt werden.

Die zweite Frage auf der Tagesordnung war das Projekt zur Erschließung der Goldlagerstätte im Gebiet Noiba, Kreis Sewero-Jenisseiskij der Region Krasnojarsk,  das im Rahmen der Entwicklung der Wirtschaftsregion Angara-Jenissei umgesetzt wird. Der Generaldirektor der OOO „Sowrudnik“ Ruslan Kurbanow erzählte über die Pläne des Unternehmens zur Erschließung der Goldlagerstätten Wyssokoje und Solotoje und Errichtung einer modernen Golderzgewinnungs- und Goldverarbeitungsfabrik. Nach der Inbetriebsetzung wird die neue Goldfabrik zusätzliche Steuereinnahmen in Höhe von mehr als 1,3 Milliarden Rubel pro Jahr generieren, bis zu 1.000 neuen Arbeitsplätze  werden geschaffen.

Das Projekt erfordert staatliche Unterstützung in Form von Steuerpräferenzen, Strom- und  Verkehrsnetzbau. Im Kreis Sewero-Jenisseiskij bestehen weiterhin Energieengpässe, da es keine technischen Voraussetzungen für den Anschluss neuer Kapazitäten gibt. Diese technischen Beschränkungen behindern weitere Produktionssteigerung. Darüber hinaus ist die Verkehrsverbindung mit den zentralen Kreisen der Region Krasnojarsk erschwert.  Diese Faktoren verzögern die Projektumsetzung und resultieren in zusätzliche Investitions- und Betriebskosten.

Sergei Wereschtschagin wies darauf hin,  dass ohne den Aufbau einer geeigneten Infrastruktur  die weitere Entwicklung des Kreises Sewero-Jenisseiskij und des Gebiets Nischnee Priangarje problematisch bzw. unmöglich ist, dafür müssen auf der föderalen Ebene entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden. „Heute ist im Föderalen Staatshaushalt der Bau einer Brücke in der Nähe vom Dorf Wyssokogorskij vorgesehen, die neue Möglichkeiten für die Umsetzung der zweiten Stufe der großangelegten Entwicklung des Gebiets Nischnee Priangarje bietet. Es ist aber notwendig, zusätzliche Straßenbaumaßnahmen durchzuführen und Unternehmen des Kreises mit geeigneten Stromnetzkapazitäten zu versorgen“, sagte Sergei Wereschtschagin.