Die Stellung und Rolle von Klein- und Mittelunternehmen im Projekt „Jenisseisches Sibirien“ wurden beim Rundgespräch erörtert

Der Generaldirektor der AO „Agentur für Unternehmensentwicklung und Mikrokreditgesellschaft“ Aleksandr Gramatunow und der Leiter des Vereins für die Entwicklung des Jenissseischen Sibiriens Sergei Ladyschenko trugen ihre Berichte vor der regionalen Unternehmergemeinschaft vor, der Minister für Wirtschaft und Regionale Entwicklung Sergei Ladyschenko trat als Gesprächsmoderator auf.  

Aleksandr Gramatunow berichtete, dass sich die Agentur mit der Herstellung von Kooperationsbeziehungen zwischen den KMU und den größten Auftraggebern befasst: „Wir führten eine Reihe von Arbeitstreffen durch, damit Unternehmer über Waren und Leistungen erzählen konnten, die in der Region  produziert werden, und die Vertreter der Investoren präsentierten dabei ihre betrieblichen Aufgaben und zukunftsorientierten Projekte, an denen sich die Klein- und Mittelunternehmen beteiligen können. Wir haben schon positive Erfahrungen, wenn regionale KMU als Schlüssellieferanten für Erdöl-, Goldgewinnung-  und sonstige Industrien auftreten. Die Agentur erstellte nämlich ein Produzenten- und Herstellerverzeichnis der Region Krasnojarsk, das immer mit neuen Unternehmen erweitert wird. Unsere Fachkräfte machen sich mit jedem Unternehmen in Details bekannt: sie besuchen den Betrieb, gehen auf die Problematik jeweiliger Produktionsabläufe ein. Wir nehmen aktuell ein vielfältiges Instrumentar für die „Züchtung“ von KMU in Anspruch, damit sie sich zu zuverlässigen Auftragnehmern, Technologien- und Warenlieferanten, Leistungserbringern im Rahmen des IIP „Jenisseisches Sibirien“ heranbilden.

Der Leiter des Vereins für die Entwicklung des Jenisseischen Sibiriens Sergei Ladyschenko betonte, dass die Umsetzung eines so großangelegten Projekts mit einem erhöhten Bedarf an Ressourcen verbunden ist, deshalb können regionale Unternehmen die Lieferung von notwendigen Produkten und Dienstleistungen übernehmen. Der Entwicklungsverein ist seinem Wesen nach eine Schnittstelle, die allen Interessenten erschöpfende Informationen zu Verfügung stellt. Dafür wird ein spezieller Abschnitt auf der Website des Entwicklungsvereins erstellt, wo Tenderaufträge von den am Projekt beteiligten Unternehmen unterbracht, und Anträge auf Eintragung ins Produzenten- und Herstellerverzeichnis angenommen werden.

Die Teilnehmer des Rundgesprächs äußerten ihre Vorschläge zu Kriterien und Mechanismen, die bei der Selektion von Unternehmen anzuwenden sind. Es ist wichtig, dass alle eingetragenen Unternehmen den vorgegebenen Anforderungen entsprechen und in der Lage sind, jeweilige Lieferungen und Dienstleistungen in erforderlichem Umfang zu erbringen.  

„Das Ziel des Entwicklungsvereins ist die Durchführung aller Maßnahmen, die  zur Umsetzung der Investitionsprojekte in der Region Krasnojarsk, der Republik Chakassien und der Republik Tuwa im Interesse der sozialwirtschaftlichen Entwicklung dieser Regionen beitragen. Wichtig ist nicht nur die Investitionsheranziehung, sondern die Förderung der Raumentwicklung und Erhöhung des sozialen und unternehmerischen Engagements in den Regionen. Wir hoffen, dass sich unsere Unternehmergemeinschaft in diesen Prozess aktiv einschaltet, und wir unsererseits bereits sind, ihnen effiziente Vermittlung zu gewähren“ – erklärte Sergei Ladyschenko.

Die Vertreter der öffentlichen Unternehmervereinigungen, darunter der Vorsitzende des Verbands „Jenisseiskij Standart“ Igor Domnin, der Vorsitzende der Niederlassung Krasnojarsk des Verbands „Opory Rossii“ Viktor Sacharow, der Präsident der Verwaltergemeinschaft Albert Korotkich, machten ihre Vorschläge zu weiteren Schritten in dieser Richtung.

Die Unternehmer schlugen unter anderem vor, Kooperationsbeziehungen zwischen den Industriegiganten der Region Krasnojarsk und den kleinen Unternehmen mittels der Erstellung eines Genossenschaftsverzeichnisses und eines Logistikzentrums, die Kleinunternehmen unter einem Dach je nach der Branche zusammenschließen können, aktiver zu entwickeln.

„Heutzutage ist es den Unternehmern nicht ganz bewusst, an welchen Projekten sie teilnehmen können, wo ihre Produkte und Dienstleistungen nachgefragt sind, was sie der Region bieten können“, – erzählte Julia Gorbunowa, die Geschäftsführerin des Zentrums für Lokalisierung und Importsubstitution. – „Deshalb ist es wichtig, den KMU einen Zugriff auf das Register der Vorrangprodukte für die Investitionsprojekte zu gewähren. Unternehmer sollen anfänglich begreifen, welche Art von Arbeiten, Produkten oder Dienstleistungen sie beantragen können. Wenn ein Unternehmen die Eintragung ins Produzenten- und Lieferantenverzeichnis beantragt und dann seine Verpflichtungen nicht erfüllen kann, wird dies sich in Beeinträchtigung des Erscheinungsbilds und erhebliche Verluste des Unternehmens resultieren. “

Als Zusammenfassung betonte Egor Wassiljew, dass das Gespräch sehr produktiv war: „Zurzeit werden in der Region umfassende Maßnahmen zur Förderung von Klein-, Mittel- und Großunternehmen eingeführt, das ist nämlich das Integrative Investitionsprojekt „Jenisseisches Sibirien“ und die Nationalprojekte mit mehrfach erhöhtem Anteil von Haushaltsmitteln. Beim Rundgespräch wurden den Unternehmern bestehende Zusammenhänge zwischen allen Abläufen erörtert. Wir rechnen mit Verbänden und Vereinen, die sich für die Förderung der Unternehmensentwicklung einsetzen, wie z.B. die ARB oder der Verein für die Entwicklung des Jenisseischen Sibiriens. Die Tätigkeit von diesen Vereinen muss in die Strategie der räumlichen und sozialwirtschaftlichen Entwicklung der Region eingebunden werden. Und heute sehen wir ausgerechnet solche Herangehensweise“.